Unsere Kampagne

Menstruationsbeschwerden kosten mehr als nur schmerzhafte Tage. Sie beeinflussen Karrieren, Beziehungen, Selbstvertrauen und Lebensqualität – oft über viele Jahre hinweg. Genau diese häufig übersehenen Folgen machen wir sichtbar. Denn was als „normal“ gilt, darf nicht länger unsichtbar bleiben.

Die unsichtbaren Folgen

Menstruationsbeschwerden betreffen nicht nur einzelne Tage im Monat. Sie können das gesamte Leben prägen – schleichend, leise und oft über Jahre hinweg.

Beruf und finanzielle Entwicklung

Viele Betroffene übernehmen seltener Verantwortung, reduzieren ihre Arbeitszeit, verzichten auf Karriereschritte oder lehnen neue Chancen ab.

Nicht der unmittelbare Einkommensverlust ist das Problem, sondern eine langsamere berufliche Entwicklung mit langfristigen finanziellen Folgen.

Freiheit und Lebensqualität

Spontaneität wird zur Herausforderung. Reisen, Konzerte, Feiern oder Ausflüge werden abgesagt oder von vornherein anders geplant.

Aus vielen kleinen Einschränkungen entsteht mit der Zeit ein vorsichtigeres Leben.

Soziale Teilhabe

Wer regelmäßig unter starken Beschwerden leidet, sagt Verabredungen häufiger ab, zieht sich zurück und hat oft das Gefühl, sich ständig erklären zu müssen.

Gemeinschaft wird dadurch weniger selbstverständlich.

Beziehungen und Nähe

Schmerzen beeinflussen nicht nur den Körper, sondern auch Partnerschaften.

Nähe, Sexualität und Intimität können mit Unsicherheit, Schuldgefühlen oder Enttäuschung verbunden sein und schleichend Distanz entstehen lassen.

Das Verhältnis zum eigenen Körper

Wenn Schmerzen über Jahre als „normal“ abgetan werden, verlieren viele Frauen das Vertrauen in ihren eigenen Körper.

Statt Sicherheit entstehen Anpassung, Verunsicherung und das Gefühl, Beschwerden einfach hinnehmen zu müssen.

Warum wir darüber sprechen

Keine dieser Folgen entsteht von heute auf morgen. Doch viele kleine Einschränkungen summieren sich über Jahre zu einer erheblichen Belastung – persönlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich.

Mit unserer Kampagne machen wir diese unsichtbaren Auswirkungen sichtbar. Denn erst wenn wir sie erkennen, können wir sie verändern.

FAQs Menstruationsschmerzen

  • NEIN! Die Menstruation ist ein normaler und gesunder Prozess im Zyklus einer Frau, der schmerzlos ablaufen soll. Somit ist absolut kein Schmerz der wünschenswerte Normalzustand. Schmerzen sind das Zeichen des Körpers, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist. Sie würden auch keine leichten Herzschmerzen tolerieren. Dieses klare NEIN ist eindeutig definiert von der WHO. Dysmenorrhoe (Schmerzen bei der Menstruation) werden in der internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD11) als Krankheit geführt. Die Rechtfertigung, dass Menstruationsschmerzen normal sind, entsteht oft aus dem Fakt, dass ein Großteil der menstruierenden Personen an ihnen leidet und man somit denkt, es wäre „normal“. Leider denkt sowohl die Gesellschaft als auch ein Großteil der Gynäkologen, das hier nicht weiter zu tun wäre.

  • Schulmedizinisch betrachtet gibt es lediglich 2 eindeutige ursächliche Diagnosen. Diese sind Endometriose und PCOS (wobei PCOS nicht immer mit Schmerzen einher geht). Hiervon sind zusammen 15-20% der Frauen betroffen. Allerdings leiden bis zu 90% der Frauen laut Studien an menstruationsbedingten Beschwerden. Für diese deutlich größere Zahl gibt es allerdings erstens keine ursächliche Diagnose, sondern nur unhaltbare Erklärungsversuche, zweitens gibt es, außer Schmerzmitteln, auch keine ursächliche Therapie. Hier ist unser Ansatz mittels Osteopathie als funktionelle Medizin, da es sich in unserer Erfahrung häufig um funktionelle Einflüsse handelt.

  • Wenn Ihre Menstruation nicht schmerz-, beziehungsweise beschwerdefrei abläuft, sollte Sie eine Behandlung in Betracht ziehen. Die Menstruation ist offiziell ein komplett beschwerdefreier, gesunder Körperprozess, keine Krankheit. Unter Beschwerden fallen: Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen beim Stuhlgang, Blasenbeschwerden, PMS, PMDS, Brustspannen, Beckenbodenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Mittelschmerz, starke oder ausbleibende Blutungen, unregelmäßiger Zyklus.

    Wenn Sie an einem oder mehrere dieser Symptome leiden, wäre eine osteopathische Therapie empfehlenswert.

  • Ja, starke Menstruationsschmerzen KÖNNEN ein Hinweis auf Endometriose sein, muss es aber nicht . Endometriose ist eine Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Allerdings gibt es auch andere Ursachen für starke Menstruationsschmerzen. Eine gründliche Untersuchung kann helfen, eine Endometriose oder andere Erkrankungen auszuschließen bzw. zu bestätigen. Laut Statistik leiden 10% der Frauen an Endometriose, wobei bis zu 90% der Frauen Menstruationsbeschwerden haben. Somit gibt es sehr viel mehr Ursachen und nicht jeder Schmerz hat seinen Ursprung in einer Endometriose.

  • Menstruationsschmerzen schränken jeden Monat erneut die Lebensqualität erheblich ein. Daran wird sich ohne therapeutische Intervention vermutlich auch nichts ändern. Die Beschwerden können, müssen aber nicht stärker werden.

    Allerdings sind Schmerzen und Beschwerden ein Zeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn man bereits in jungen Jahren Beschwerden hat und vielleicht im Laufe des Lebens ein Kinderwunsch besteht, macht es definitiv Sinn, die Ursache dieser Beschwerden frühzeitig zu behandeln. Denn natürlich können genau diese gynökologischen Beschwerden einem späteren Kinderwunsch im Wege stehen. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie ist daher sehr wichtig und empfehlenswert. Eine Unterdrückung der Symptome mittels Schmerzmitteln oder hormoneller Verhütungsmethoden ändert nichts an dem Vorliegen von einer Ursache von Beschwerden.

  • Die Osteopathie zielt darauf ab, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen, indem sie Funktionsstörungen im Bewegungsapparat und in den inneren Organen behandelt. Bei Menstruationsschmerzen kann eine osteopathische Behandlung helfen, Verspannungen und Blockaden im Beckenbereich zu lösen, die Durchblutung und nervale Versorgung des Gewebes zu verbessern sowie die Positionierung von Gebärmutter und Eierstöcken auszugleichen, um damit die Funktion zu verbessern und die Schmerzsymptomatik zu lindern.

    Die Wirksamkeit von Osteopathie ist bislang nur in Teilbereichen wissenschaftlich belegt und beruht auf Erfahrungsmedizin. Hier können wir aber auf die vielen Erfahrungsberichte und Testimonials verweisen.